Rassiges Spitzenspiel vor Rekordkulisse

Das gab es Jahre nicht im Auestadion. Eine ansehnliche Fangemeinde sah ein Spannendes Kirmesspiel .

Unioner kommen nach 0:2 zurück/ Struth/Diedorf verpasst frühe Vorentscheidung

 

Das Nachbarschaftsduell am Freitagabend zwischen dem FC Union Mühlhausen und SG DJK Struth/ Diedorf endete 2:2 und es hielt, was man von einem Derby erwartet. Die Vorfreude in beiden Lagern war mit dem Anpfiff nur bei den Gästen auf dem Platz zu spüren, denn Benedikt Seipels Team kam druckvoll und dominant ins Match. Nils Pichinot und Jonas Fischer hatten die ersten Chancen (3./6.), eine Kombination beider vollendete Letzterer zur frühen Führung-0:1 (11.). Es ging weiter Richtung Union Gehäuse, die Gastgeber hatten Glück das Pichinots Kopfball an die Latte klatschte (20.). Die Platzherren wirkten gehemmt, bekamen keinen Zugriff auf die Partie. Es dauerte bis kurz vor der Pause, ehe die Eisernen offensiv in Erscheinung traten. Toni Juraschecks Fernschuss und Sven Bernsdorf aus Nahdistanz scheiterten an DJK-Keeper Michael Jakobi (40./41.). Seinem Pendant bei den Gastgebern, Sören Trappe,  war es aus Unioner- Sicht zu verdanken, das die Spielgemeinschaft nicht schon deutlicher führte. Kurz vor dem Pausenpfiff schockten die Südeichsfelder den FC Union zum 2. Mal. Flanke von Fischer, Pichinot zwingt Trappe zur Glanzparade, den zurückprallenden Ball drückt Norman Wohlfeld über die Linie-0:2 (43.). Genickschuss oder Wachmacher – das musste der 2.Abschnitt zeigen. Die mitgereiste Anhängerschar der Gäste bejubelte deren überlegene Darbietung, während für den Großteil der mit 474 Zuschauern guten Derbykulisse das Kirmesbier bis dahin als Frust-Bier schmeckte. Unions Coach Ronny Aster meinte im Nachgang, das es „keine gute Leistung bis zur Pause von uns war. Wir hatten wohl zuviel Respekt vor Struth/ Diedorf“, oder auch vor den vielen Fans? Denen bot sich dann ein rassiges Derby mit Highlights im Minuten-Takt, denn die Eisernen kamen wie verwandelt zurück. Daniel Schmidt konnte zwei Flanken aussichtsreich nicht veredeln, weckte aber sein Team und die Fangemeinde (51./54.). Auch Patrick Rost zielt mit links drüber  (58.). Dann dezimieren dich die Seipel Schützlinge, nachdem sich Florian Schröter nach taktischem Foulspiel die Gelb/ Rote Karte abholte (61.). Den ersten Jubelsturm gab es nach dem 25 Meter Knaller von Arne Franke, der links unten im Netz zappelte-1:2 (69.). Unions Trainer wechselte mit Niklas Dittrich, Arne Isleb und Florian Schumann drei Youngster ein und puschte damit das Offensivspiel noch mal. Der quirlige Dittrich drängte in der Endphase in den Strafraum und konnte nur mit Foul gestoppt werden -Elfmeter. In der Vorbereitung versemmelten die Unioner mehrere Strafstösse, diesmal versenkte Toni Jurascheck eisern- 2:2 (88.). Überschäumende Freude bei den Unionern auf dem Platz  und den Rängen, während bei den Gästen die einbrechende Dunkelheit den Gemütszustand widerspiegelte. „Wir waren mutiger und erspielten uns mehr Chancen und hatten am Ende das Quentchen Glück“ so Ronny Aster erleichtert über die 2.Hälfte. DJK Coach Benedikt Seipel war nicht zufrieden mit der Punkteteilung. „Nach der starken 2:0 Pausenführung wäre ein möglicher schneller dritter Treffer die Entscheidung gewesen. Das gelang nicht und binnen 15 Minuten die Ampelkarte, da war in Unterzahl offensiv bei uns kein Druck mehr.“  Mit dem späten Ausgleich rettete Mühlhausens Kapitän Toni Jurascheck  die Kirmesstimmung bei den zahlreich gekommenen Fans in der Kreisstadt und sorgte für Katerstimmung bei den Südeichsfeldern.  

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