Spannung bis zum Abpfiff

2. Dezember 2019

FC Union- Grün Weiß Siemerode 2:1 (0:0)

Die 110 Zuschauer konnten an diesem Tag zufrieden den Kunstrasenplatz des Mühlhäusers Stadion an der Aue verlassen. Sie hatten eine Begegnung der besseren Sorte mit hohem Tempo, viel Intensität, zahlreichen Zweikämpfen und etlichen Möglichkeiten hüben wie drüben in der Fußball-Landesklasse erlebt. Am Ende jubelte der Gastgeber Union Mühlhausen über das hart umkämpfte 2:1 (0:0) über den SV Grün-Weiß Siemerode.

Auf beiden Seiten fehlten wichtige Akteure. So musste Mühlhausens Coach Ronny Aster seine Deckung nach den drei Platzverweisen in Struth neu formieren, fand im 43-jährigen Nico Stauch einen souveränen Abwehrchef mit viel Übersicht und spielerischer Klasse. Bei den Siemerödern fiel kurzfristig Stammkeeper Christoph Tauber wegen eines grippalen Infekts aus, wurde aber großartig vom 47-jährigen Matthias Weilandt vertreten, der besonders im zweiten Durchgang mit Klasseparaden weitere Gegentreffer verhinderte. Der souveräne Innenverteidiger Eric Wiedenbruch musste in der Halbzeit wegen Rückenproblemen in der Kabine bleiben, wurde durch Spielertrainer Karsten Wellmann ersetzt.

Ausgeglichene erste Halbzeit

In der ausgeglichenen ersten Halbzeit besaßen die Eichsfelder die besseren Chancen, jedoch wurden sie durch Christoph Thüne, Cristian Mihai Todericiu und Torjäger Kevin Taubert vergeben. Auf der Gegenseite verhinderte Weilandt  die Führung der Hausherren durch Michael Seyd. „Wir mussten zur Pause führen“, sagte der 33-jährige Wellmann angesichts des Chancenplus seiner Elf.

Nach dem Wiederanpfiff des insgesamt souverän leitenden Referees Christian Fitzner legte die unterhaltsame Partie noch an Schärfe zu, suchten beide offensiv orientierten Teams die Entscheidung. Nachdem Thüne das 0:1 vergab, besaßen die Gastgeber große Chancen durch Maximilian Hottop und den eingewechselten Fabian Strohschein. Den Bann brach dann der Lette Raivis Vitolnieks (56.), der nach feiner Einzelleistung mit einem sehenswerten Linksschuss ins obere Eck dem guten Weilandt keine Abwehrchance ließ – 1:0 für Union Mühlhausen.

Mummert braucht mehrere Anläufe

Die letzte halbe Stunde war an Dramatik nicht zu überbieten. Gleich zweimal hatte Unions Torjäger Maximilian Mummert den zweiten Treffer auf dem Fuß, wurde aber zunächst im letzten Moment von Wellmann abgeblockt und fand danach in Weilandt seinen Meister. Auf der Gegenseite scheiterte der emsige Ludwig Möhl mit seinem Flachschuss am langen Torwart Lukas Krengel – imponierte mit seinen langen Abschlägen – und scheiterte Taubert mit seinem präzisen Linksschuss an der Querlatte, wurde ein strammer Hinterhaltsschuss von Thüne im letzten Augenblick noch abgeblockt.

Als dann Mummert (82.) nach mehreren vergeblichen Versuchen dann doch im Nachschuss traf, glaubten sich die Unioner am Ziel ihrer Träume. Doch Wellmann erzielte mit einem genauen Flachschuss, bei dem Krengel keine Reaktion zeigte, den Anschlusstreffer.

Doch das hektische Anrennen der dezimierten Grün-Weißen – Mannschaftskapitän Maik Aschenbach (89.) sah nach einem Gerangel die Ampelkarte – wurde in der vierminütigen Nachspielzeit nicht mehr mit dem Ausgleich belohnt. Während Wellmann ein Remis als gerechter ansah, sprach sein Gegenüber Ronny Aster von einem nicht unverdienten Heimsieg.

: FC Union Mühlhausen: Lukas Krengel, Nico Stauch, Tim Hebestreit (46. Fabian Strohschein), Nico Damm, Patryk Stromczynski, Maximilian Hottop, Toni Jurascheck, Arne Franke (74. Christian Apel), Michael Seyd, Maximilian Mummert, Raivis Vitolnieks – Trainer: Ronny Aster
SV Grün-Weiß Siemerode: Mathias Weilandt, Christian Apel, Eric Wiedenbruch (46. Karsten Wellmann), Maik Aschenbach, Lucas Schreiber, Ludwig Möhl, Jens Hoffmann, Christoph Thuene, Kevin Taubert, Dioum Abdoul Aziz, Cristian Mihai Todericiu – Trainer: Karsten Wellmann
Schiedsrichter: Christian Fitzner – Zuschauer: 111
Tore: 1:0 Raivis Vitolnieks (58.), 2:0 Maximilian Mummert (82.), 2:1 Karsten Wellmann (85.)

Bericht: Jochen Meyer

Fotos: Klaus Dreischerf

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Fußball Landesklasse 2 Union Mühlhausen-GrünWeiß Simerode Union in rot li. Patryk Stromczynski im Zweikampf mit Dioum Abdoul Aziz